Symphonie der Hoffnung

200 Jahre Salzburg bei Österreich – Symphonie der Hoffnung

Innerhalb der Salzburger Landesregierung haben wir intensiv darüber diskutiert, ob und wie wir das Gedenkjahr 200 Jahre Salzburg bei Österreich begehen sollen. Aus meiner Sicht haben wir einen Weg gefunden, eine Klammer vom Einblick in die wechselvolle Geschichte bis hin zu einer kritischen Standortbestimmung unseres Bundeslandes zu finden.

Im Jahr 2005 hatte ich die große Ehre die „Symphonie der Hoffnung“ zu initiieren. Literarische Grundlagen sind die Bücher „St.Johann von 1938 – 1945“ von Michael Mooslechner und Robert Stadler, „Papierene Kinder“ von Mongo Stojka und das Fragelied von Erich Fried. Dem Komponisten Thomas Doss ist es gelungen die Emotionen der Zeit des Nationalsozialismus und der Nachkriegsjahre musikalisch auszudrücken, indem zeitgeschichtliche Ereignisse in unserem Bundesland im Mittelpunkt dieses dreisätzigen Werkes stehen. Neben dem Verständnis für diese schwierige und schreckliche Zeit soll ein Zeichen für Wahrhaftigkeit und Versöhnung gesetzt werden. Wo Worte in der Vergangenheit oft versagten, soll Musik helfen die Geschichte emotional zu verstehen.

Am 8.Juli 2016 wird um 20:00 Uhr im Salzburger Dom die Symphonie der Hoffnung als Beitrag zu 200 Jahre Salzburg bei Österreich in der Fassung 2016 aufgeführt. Mit Harri Stoika und Karl Merkatz konnten zwei namhafte Künstler gewonnen werden. Das Sinfonische Blasorchester Pongau wird von Prof. Johann Mösenbichler geleitet. Ich schließe mein Vorwort mit einem Zitat von Sven-Eric Bechtolf aus der Festansprache vom 14.April 2016 in der Salzburger Residenz: "Vom Nationalismus geheilt, fühlen wir uns nicht nur unserem Heimatland, sondern zugleich auch Europa zugehörig. Als Mitteleuropäer gehören "wir Heutigen" zu den privilegiertesten Menschen, die jemals auf diesem Planeten gelebt haben“.

LR Hans Mayr, Präsident Sinfonisches Blasorchester Pongau

 

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